DIE GESCHICHTE DES GKS
Die Initiatoren des Klubs hatten die Idee, Fachleute des graphischen Gewerbes zusammenzuführen, um ein Forum zu bilden. Man traf sich regelmäßig zu Veranstaltungen, Lesungen und Weiterbildungskursen. Die positiven Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten.
Bereits in den Achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts sprach man von der sogenannten "Stuttgarter Richtung", die sich der besonde-
ren Pflege und Entwicklung des Akzidenzsatzes verschrieb. Auf Ini-
tiative des Graphischen Klubs wurde 1903 die Fachschule für das gra-
phische Gewerbe ins Leben gerufen. Interessant dabei ist, dass alle Fachlehrer aus den Mitgliedern des Graphischen Klubs hervorgingen.
Das 25-jährige Jubiläum 1906 wurde erstmals im Landesgewerbe-
museum (das heutige Haus der Wirtschaft) in der König-Karl-Halle eine große Jubiläums-Ausstellung unter dem Titel "Drucksachen aller Art" einem breiten Publikum präsentiert. Die Entwicklung der "Schwarzkünst-
lervereinigung" erlebte einen besonderen Aufschwung. Besichtigungen, Kurse, Wettbewerbe und Vorträge gaben dem Graphischen Klub sein eigenständiges Profil. Das 50-jährige Jubiläum 1931 wurde in einer großen Festveranstaltung zusammen mit Partnerorganisationen gefeiert. Drei Jahre später, 1933, wurde der Graphische Klub gezwungen, dem Graphischen Bund beizutreten. Der Krieg hat auch das grafische Ge-
werbe sehr gebeutelt. Alle Vereine und Vereinigungen waren aufgelöst. Einige Unentwegte, darunter Karl Schwend, Hans Mayer, Emil Mundinger und Walter Kretzschmar, gründeten 1949 den Graphischen Klub als Bildungseinrichtung und kulturelle Anlaufstelle neu. Mit einer Ausstellung "Buch, Presse, Gebrauchsgrafik" wurde gestartet und viele Veranstal-
tungen folgten.
Im Februar 1950 wurden zum ersten Mal Kalender in der Höheren Fachschule für das Grafische Gewerbe ausgestellt. Das Rahmenpro-
gramm bildeten Vorträge wie zum Beispiel Kalender aus der Sicht des Druckers, Kalender als verlegerische und buchhändlerische Aufgabe, Kalender aus dem Blickwinkel des Typographen und des Künstlers, Kalender als Werbemittel.
Seit 1952 findet die Kalenderschau im heutigen Haus der Wirtschaft statt. Seit dieser Zeit begleitet das Haus als Mitveranstalter die Kalenderschau. 1970 holte der Graphische Klub die Firma Kodak als weiteren Mitveranstalter der Stuttgarter Kalenderschau ins Boot. Dr. Karl Steinorth, Leiter Recht und Öffentlichkeitsarbeit, schrieb in der Kalender-Dokumentation von 1991, "Fotokalender als Schrittmacher im Fotodesign". Dr. Karl Steinorth kam zu dem Schluss, dass genau wie vor 5 Jahren der Fotokalender auch heute (1991) noch ein Traumjob für jeden Fotografen ist.
